Kooperationsbereiche & -partner der MS
Kooperationsbereiche von Musikschulen
Beim gemeinsamen Musizieren, Singen oder Tanzen lernen Kinder und Jugendliche aufeinander zu hören, sich als ästhetisch gestaltende Individuen in Gemeinschaft mit anderen zu erleben, sich einzufügen und Verantwortung zu übernehmen. Die Idee einer durchgängigen musikalischen Bildungsbiographie weist dabei weit über das Ende der schulischen Laufbahn hinaus und schließt auch die folgenden Lebensabschnitte Berufsausbildung/Studium, Berufstätigkeit und Familienzeit, sowie nachberuflicher Phase und Lebensabend mit ein.
Im Folgenden werden verschiedene zentrale Kooperationsbereiche von Musikschulen skizziert; über die Linksammlung kann darüber hinaus eine Vielzahl weiterer Informationen abgerufen werden.
1. Elementare Musikpädagogik, Vorschulalter
„Musikwichtel“, „Knirpse“ und viele weitere Bezeichnungen markieren Musikschulangebote für die ganz Kleinen. Die elementare Musikerziehung findet sowohl innerhalb der Musikschulgebäude als auch in vielen Kitas, Familienzentren usw. statt.
2. Primarschulen
Kooperationen mit Primarschulen (Grundschulen und Förderschulen) gehören seit Jahrzehnten zur alltäglichen Praxis der Musikschulen. Die Angebote der Musikschulen ermöglichen den Kindern den Erwerb musisch-kultureller Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Kinder können eigene künstlerische Ziele entwickeln und realisieren, um so auch Selbstwirksamkeit zu erfahren.
Neben „JeKits“ als größtem kulturellen Bildungsprogramm in NRW, existiert eine Vielzahl verschiedener Projekte und Programme mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten, die den Kindern in der Schule die aktive Teilhabe an musisch-kultureller Bildung ermöglichen sollen.
3. Weiterführende Schulen
In vielen Kommunen, Gemeinden und Landkreisen in NRW kooperieren die öffentlichen Musikschulen mit weiterführenden Schulen. Die Formen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit sind dabei vielfältig und auf die jeweiligen Voraussetzungen, die Wünsche und Möglichkeiten vor Ort abgestimmt. Als Beispiele seien genannt: Klassenmusizieren (u.a. Bläser-, Streicher-, Bandklassen), Drehtür-Modelle, Ensembles wie Orchester, Chor oder kleinere Besetzungen sowie Musiktheaterprojekte.
EMSA
EMSA – Eine (Musik)Schule für alle – gilt als außergewöhnliches Beispiel inhaltlich und strukturell dicht verzahnter Kooperationsarbeit. EMSA hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst vielen Schülerinnen und Schülern in weiterführenden Schulen die Möglichkeit zu verschaffen, sich musikalisch-künstlerisch zu entwickeln.
Musikschule und weiterführende Schule werden hier als gleichberechtigte Kooperationspartner betrachtet. Die Einrichtung einer EMSA-Musikkoordination, bestehend aus jeweils einer Lehrkraft aus Musikschule und Schule, die gemeinsam die notwendige Qualifikation für ihre Arbeit im Rahmen einer Fortbildung erwerben müssen, ist ein zentraler Knotenpunkt und bildet die Grundlage sowie Voraussetzung, EMSA-Schule zu sein.
4. Weitere Partner
Die Arbeit der öffentlichen Musikschulen, die Vielfalt ihrer Angebote, deren hohe Qualität und Verlässlichkeit, wird nicht nur von Kitas und Schulen geschätzt:
Im Laufe der Zeit sind immer mehr Institutionen und Partner hinzugekommen, die mit Musikschulen kooperieren und zum gemeinsamen Musizieren und musisch-kulturellen Lernen einladen und anregen wollen.
Musikschulen
- sind mit anderen Kulturinstitutionen in ihren Kommunen vernetzt, wie z.B. Jugendkunstschulen, Büchereien, Theatern usw.,
- arbeiten mit konfessionsgebundenen Einrichtungen und gemeinnützigen Vereinen zusammen,
- halten auf die Bedarfe von Senior:innen und Menschen mit Behinderung zugeschnittene Angebote bereit,
- bringen ihr Know how in die freie Kulturszene ein uvm.
Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Musikschule vor Ort auf, um weitere Informationen zu erhalten und um ggf. gemeinsam Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zu erarbeiten.