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An einer öffentlichen Musikschule zu unterrichten ist eine erfüllende und vielseitige Tätigkeit. Dies hat eine Abfrage des LVdM NRW 2022/23 bei über 1000 Lehrkräften gezeigt: Die Musikschullehrkräfte schätzen insbesondere die inhaltlichen Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten ihres Berufs. Wer an einer Musikschule unterrichtet, übernimmt gesellschaftliche Verantwortung, nicht nur für die musikalische Bildung. Die Lehrkräfte tragen wesentlich dazu bei, dass Musikschulen Orte der Begegnung und des gemeinsamen vorurteilsoffenen Musizierens sind. Hierfür gebührt ihnen und den Musikschulen selbst nicht nur monetäre Wertschätzung, sondern auch uneingeschränkte öffentliche und gesellschaftliche Anerkennung. Der LVdM NRW setzt sich gemeinsam mit seinen Partner:innen dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für die Tätigkeit aktueller und zukünftiger Lehrkräfte und auch Leitungen an den öffentlichen Musikschulen in NRW attraktiv sind.  

Gezeigt wird die Person Teresa Smalla-Pickavé

Dr. Teresa Smalla-Pickavé

Referentin

Referentin für Talentförderung
und Personalentwicklung,
Leitung Musikschuloffensive

teresa.pickave@lvdm-nrw.de +49 160 91234257

Attraktive Rahmenbedingungen für Musikschullehrkräfte

Die Anforderungen an die Lehrkräfte und Leitungen der öffentlichen Musikschulen in NRW sind in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Der LVdM NRW setzt sich gemeinsam mit seinen Partner:innen dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für das Unterrichten an einer öffentlichen Musikschule stetig verbessert werden. Hierzu gehört neben der sozialen Absicherung von Musikschullehrkräften auch das aktive inhaltliche Mitgestalten der Weiterentwicklung von Musikschule. 

Die Zusammenarbeit öffentlicher Musikschulen mit Partner:innen wie Musikhochschulen und anderen Bildungsinstitutionen ermöglicht durchgängige musikalische Bildungsbiographien bis hin zum Beruf Musikschullehrer:in. Es erfordert die gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, dies langfristig zu sichern und die Tätigkeit von Musikschullehrkräften auch zukünftig attraktiv zu gestalten.  

Mithilfe der Erkenntnisse einer Abfrage zur Beschäftigungssituation an öffentlichen Musikschulen in NRW (2022/23) hat der LVdM NRW zahlreiche mögliche Maßnahmen zusammengestellt, die hierfür notwendig sind: Zu den Maßnahmen

Musikschullehrer:in werden

Um Musikschullehrer:in zu werden, ist es in der Regel erforderlich, ein künstlerisch-pädagogisches Studium an einer Musikhochschule zu absolvieren. Die öffentlichen Musikschulen in NRW bereiten Schüler:innen innerhalb der studienvorbereitenden Ausbildung (SVA) auf die entsprechenden Eignungsprüfungen vor. Informationen zur SVA gibt es bei den Musikschulen vor Ort. Zahlreiche öffentliche Musikschulen in NRW kooperieren mit den Musikhochschulen und Frühförderinstituten in NRW und ermöglichen damit neben der Vorbereitung auf das Musikstudium auch die praxisnahe Ausbildung von Studierenden. 

Folgende Institutionen in NRW bieten künstlerisch-pädagogische Studiengänge an: 

 

Allgemeine Informationen zu musikpädagogischen Studiengängen und eine Übersicht über Studienorte sind hier zu finden: www.alms-musik.de 

Informationen zu EMP-Studiengängen (Elementare Musikpädagogik) und eine Übersicht über Studienorte sind hier zu finden: www.a-emp.de 

Auch die Kampagne „Zukunft braucht Musik, Zukunft braucht Dich!“ des Deutschen Musikrats informiert über musikpädagogische Berufe und Studiengänge: www.musikrat.de

Fort- und Weiterbildung

Der LVdM NRW bietet insbesondere im Rahmen der Musikschuloffensive des Landes NRW Möglichkeiten zur Vernetzung, zum Austausch und Fortbildung von Lehrkräften der öffentlichen Musikschulen in NRW. 

Veranstalterin musikalischer Fort- und Weiterbildungen für ganz NRW ist die Landesmusikakademie NRW in Heek. Sie bietet u. a. einen Zertifikatslehrgang Elementare Musikpädagogik (EMP) für Musikschullehrkräfte und einen Zertifikatslehrgang Musikpädagogik für Musiker:innen verschiedener Kulturen an. 

Das Fort- und Weiterbildungsangebot für Lehrkräfte im JeKits-Programm ist hier zu finden: www.jekits.de/fortbildungen 

FAQ

Wie viel verdient eine Musikschullehrkraft in NRW?

Für Lehrkräfte an den öffentlichen Musikschulen in NRW gilt in der Regel der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) für den Bereich Verwaltung. Eingruppiert sind Musikschullehrer:innen grundsätzlich in Entgeltgruppe 9b. Das Einstiegsgehalt beträgt damit zurzeit (Stand Juni 2025) 3.676,89 € brutto pro Monat in Vollzeit. Für Lehrkräfte, die z. B. Aufgaben in der studienvorbereitenden Ausbildung übernehmen, Zweigstellen, Fachbereiche oder Musikschulen leiten, gelten je nach Größe der Musikschule höhere Entgeltgruppen.

Welche Chancen gibt es für eine Anstellung?

Musikschullehrkräfte sind gefragt! An den öffentlichen Musikschulen in NRW gibt es zahlreiche freie Stellen und somit die aussichtsreiche Chance, ein Anstellungsverhältnis zu erhalten. Stellenangebote sind u. a. hier zu finden: Stellenbörse – Landesverband der Musikschulen in Nordrhein-Westfalen e.V. 

Warum ist Elementare Musikpädagogik (EMP) so gefragt?

Insbesondere Musikschullehrkräfte, die ein Studium der Elementaren Musikpädagogik (EMP) absolviert haben oder bereit dazu sind, sich in diesem Bereich weiterzubilden (Musikschullehrer:in werden und Fort- und Weiterbildungen) können zwischen zahlreichen Stellenangeboten wählen. Der LVdM NRW fördert und stärkt die Fachbereiche EMP der Musikschulen u. a. innerhalb der Musikschuloffensive durch Vernetzung, Fachtreffen, Arbeitsgruppen, Fortbildungen und Workshops. Mehr Infos hier .

Welche Netzwerke und Förderprogramme gibt es?

Die Lehrkräfte, Fachbereichsleitungen und Leitungen der öffentlichen Musikschulen in NRW treffen sich im Netzwerk Talentförderung-NRW u. a., um gemeinsam Möglichkeiten weiterzuentwickeln, wie zukünftige Musikschullehrkräfte besser gefördert werden können. Ein Modellprojekt des Landes NRW unterstützt Maßnahmen, um Talente noch besser zu fördern. In weiteren Netzwerken des LVdM NRW und der Musikschuloffensive des Landes NRW treffen sich die Lehrkräfte der öffentlichen Musikschulen in NRW, um sich landesweit auszutauschen, zu informieren, ihre Expertise mit Kolleg:innen zu teilen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Termine finden Sie hier.